Familienpflegerin

Allgemeines zur Familienpflegerin

Die Pflege von hilfsbedürftigen Menschen ist seit Ewigkeiten ein sensibles Thema. In der Vergangenheit wurde die Pflege von Menschen oftmals nur auf alte Menschen in Seniorenheimen reduziert. Heutzutage dagegen umfasst die Pflege mehr als das. Angefangen von der klassischen Altenpflege, über die häusliche Langzeitpflege, Kurzzeitpflege aufgrund Abwesenheit von Angehörigen oder aufgrund kurzer Krankheit. Dabei beinhaltet dies nicht nur alte Menschen, sondern auch geistig und körperlich eingeschränkte oder kranke Menschen. All diese Kategorien lassen sich dann nochmals auf Menschen jeglichen Alters übertragen, somit umfasst die Pflege Säuglinge und alte Menschen.

Was sind die Vorteile einer Familienpflegerin?

Der Vorteil einer Familienpflegerin ist, dass diese sich nicht auf eine spezielle Altersgruppe und auf einen speziellen Pflegebereich spezialisiert hat. Somit ist eine Familienpflegerin sowohl in Einrichtungen, wie zum Beispiel Altenheimen oder Kinderheimen, als auch im privaten und häuslichen Umfeld einsetzbar.
Eine Familienpflegerin ist nicht nur alters- und räumlich unabhängig, sondern kann auch sowohl in der Langzeit- als auch Kurzzeitpflege eingesetzt werden.
Zusätzlich ist eine Familienpflegerin auch geeignet, um neben geistig und körperlich uneingeschränkten Personen, auch geistig und körperlich eingeschränkten Menschen zu helfen und zu unterstützen.

Was sind die Nachteile einer Familienpflegerin?

Eine Familienpflegerin ist meisten beschränkt auf die alltäglichen Tätigkeiten. Sie besitzt in der Regel keine tiefergehenden medizinischen Kenntnisse, im Gegensatz zur Altenpflegerin oder zur Krankenschwester. Somit ist die intensivere Pflege bedürftigen Menschen nicht, oder nur bedingt möglich.

Was umfasst das Tätigkeitsbild einer Familienpflegerin?

Eine Familienpflegerin unterstützt bedürftige Menschen bei der Tätigkeit von alltäglichen Aufgaben. Dies umfasst in der Regel das zubereiten von Mahlzeiten, das Waschen und Bügeln von Wäsche, das Aufräumen und das Putzen des Hauses oder der Wohnung, notwendige Einkäufe planen und tätigen und sonstige notwendige häusliche Tätigkeiten planen und tätigen oder veranlassen.
Weiterhin dient eine Familienpflegerin dazu Angehörige von pflegebedürftigen Personen zur Übernahme von pflegerischen Aufgaben anzuleiten oder dazu zu animieren hauswirtschaftliche Tätigkeiten durchzuführen.
Eine Familienpflegerin ist somit im wesentlichen im sozialen Bereich angesiedelt. Man findet Familienpflegerinnen vornehmlich in Sozialstationen oder bei Familienpflegediensten an. Auch ambulante Pflegedienste beschäftigen oftmals Familienpflegerinnen, um eine Familienbetreuung sicherzustellen. Auch sind Familienpfleger in festen Einrichtungen, wie zum Beispiel Alten- und Behindertenwohnheimen, Kinderheime oder in Tagesstätten für Senioren oder geistig und körperlich eingeschränkte Menschen anzutreffen.

Worauf ist bei der Einstellung einer Familienpflegerin zu achten?

Bei der Einstellung von Familienpfleger ist darauf zu achten, dass diese wesentliche Kernkompetenzen mitbringen, die ein Familienpfleger haben muss. Dies umfasst, dass man gerne mit Menschen arbeitet und Geduld hat. Sie sollten einen Sinn dafür haben, wie man bedürftige Menschen motiviert und animiert, um diese zu fördern.
Sie sollten ein Grundverständnis haben, wie man häusliche Tätigkeiten plant und durchführt. Familienpfleger sollten in der Lage sein die verschiedensten Arten von Mahlzeiten, auch unter einer möglichen Berücksichtigung eines Diätplanes, durchzuführen.
Trotz aller praktischer Tätigkeit, sollten grundlegende Bürotätigkeiten, wie zum Beispiel das Schreiben von Dokumentationen und Berichten, sowie das erstellen von Einkaufslisten und Tätigkeiten, vorhanden sein.

Zusätzlich sollten Familienpfleger kommunikativ sein und sich stets freundlich und geduldig verhalten. Der Respekt vor anderen Menschen, dessen Lebensgewohnheit, Kultur und Religion sollten selbstverständlich sein.
Ein gepflegtes und vertrauliches Auftreten wird erwartet.

Fazit:

Familienpfleger sind im Zusammenspiel mit Ärzten und gegebenenfalls anderen Pflegekräften, wie zum Beispiel Alten-, Krankenpfleger und Sozialbetreuer, eine Bereicherung für den betroffenen und pflegebedürftigen Menschen.