AfD will ins "Bündnis für Demokratie"

Wiesbaden (neu-news)  Am Freitag erklärte der AfD-Kreisverband Wiesbaden, dass er Mitglied im "Bündnis für Demokratie" werde.

Der Kreisvorstand habe die Leitlinien des Bündnisses kürzlich gelesen und sofort einstimmig für einen Beitritt gestimmt. In einem Schreiben des Kreisvorsitzenden Eckhard Müller und seines Stellvertreters Michael Obergfell heißt es, " Wir stimmen dem Leitbild voll und ganz zu“.

Sascha Schmidt, Sprecher des Bündnisses, hält einen Beitritt der AfD eher für unwahrscheinlich. „Man kann nicht eigenständig beitreten“, erklärt er, „wir werden eine offizielle Anfrage abwarten, über die unsere Mitglieder entscheiden.“ Kürzlich habe eine unbekannte Frau die Postanschrift des Bündnisses erfragt. Am Briefkopf des Schreibens erkenne er jetzt, dass es sich um eine AfD-Anhängerin gehandelt habe.

Dem 2013 gegründeten Bündnis für Demokratie gehören 30 Mitgliedsorganisationen an, darunter Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Sozialverbände und Kulturorganisationen. Es steht für den Erhalt freiheitlichen Denkens, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ein und richtet sich ausdrücklich gegen antidemokratische Ideologien. Im Frühjahr hatte das Bündnis sogar ein Positionspapier über den Umgang mit der AfD verfasst. Darin ist von Grenzen des politischen Dialogs die Rede, da die AfD offen oder verdeckt demokratiefeindlichen Gedanken vertrete.

 

 

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